Einsatz: Bergung vom Grete Klinger Steig

Text und Foto von Erich Bretterbauer,

Bergretter der Ortsstelle Trofaiach:

 

Heute sind am Grete-Klinger-Steig alle Faktoren zusammengekommen, die der Bergrettung totalen Einsatz abverlangt haben. (Sturm, daher kein Flugwetter - Kälte - teilweise starkes Schneetreiben).

Um 12.48 wurden meine Kameraden und ich über SMS alarmiert, dass eine Klettersteiggeherin am Grete-Klinger-Steig, im Bereich des Slezakkreuzes 1753m, ausgerutscht und sich dabei am Bein schwer verletzt hatte. Ein selbstständiges weitergehen bzw. absteigen sei nicht möglich. Während die Ortsstellen Trofaiach und Vordernberg sich koordinierten und von beiden Seiten Kameraden zur Unglücksstelle aufstiegen, wurde versucht, die Verunfallte mittels Hubschrauber vom Unfallort auszufliegen. Wegen des starken Sturmes, der in der Höhe herrschte, war dies - trotz einiger Versuche des Piloten - nicht möglich.

Die Einsatzleitung wurde schließlich nach Vordernberg verlegt und von dort der gesamte Einsatz koordiniert. Die Kameraden von Vordernberg und Trofaiach wurden, von beiden Seiten, samt Einsatzmaterial, in die Nähe der Unfallstelle herangeflogen. Vom Absetzpunkt der Bergretter waren, trotz Hubschraubereinsatz, noch immer knappe 600 Höhenmeter im Aufstieg zu überwinden. Standen zuerst nur die Ortsstellen Vordernberg und Trofaiach im Einsatz, wurden schließlich noch die Kameraden von Mautern, Leoben und Eisenerz nachalarmiert. Die Einsatzmannschaft umfaßte am Ende ca. 50 Bergretter, sowie Rotes Kreuz und Alpinpolizei.

Um 20.11 Uhr konnte die Verunfallte schießlich vom Bergrettungarzt, der sie die gesamte Zeit medizinisch betreut hatte, dem Roten Kreuz zum weiteren Versorgung übergeben werden!